Integration im Luftverteilungssystem:
Anschluss-Schema: "mit Umluftbeimischung"
(Gerät: HRDS)


Das Gerät wird hinter dem Lüftungsgerät in der Zuluftleitung installiert und verfügt über einen zweiten Luftanschluss zur Ansaugung von
Raumluft. (aus "sauberen" Räumen, wie z.B. Vorraum, Gang, Wohnzimmer, etc.)
Diese wird der Zuluft als Umluft beigemischt, wodurch der Luftdurchsatz im Gerät erhöht wird, ohne den Außenluftanteil zu steigern.
Ein höherer Umluftanteil reduziert den Feuchteeintrag durch die Außenluft und verbessert die Effizienz der Luftaufbereitung. Gleichzeitig ermöglicht der erhöhte Gesamtluftdurchsatz eine höhere übertragbare Leistung bei Entfeuchtungs-, Kühl- und Heizprozessen.
Verrohrungs-Beispiel "mit Umluftbeimischung"

Einstellung des Umluftanteils:
Der maximale Gesamtluftvolumenstrom durch das Geräts sollte den Nennluftdurchsatz (300 bzw. 500 m³/h, je nach Gerät) nicht überschreiten. Bei Betrieb am Nennluftdurchsatz wird die maximale Entfeuchtungs- und Kühlleistung erreicht.
Die Aufteilung zwischen Zuluft- und Umluftanteil kann entsprechend den Anlagenanforderungen eingestellt werden.
Der Luftdurchsatz des Umluftventilators ist entweder über den 0–10 V-Analogeingang oder direkt über das Bedien-Display einstellbar
-
Höhere Effizienz bei Entfeuchtung und Kühlung wird durch einen erhöhten Umluftanteil und einen entsprechend reduzierten
Zuluftanteil erreicht. -
Der Zuluftanteil darf jedoch nicht zu stark reduziert werden, da ansonsten die Lufthygiene beeinträchtigt wird und der notwendige
Frischluftaustausch nicht mehr sichergestellt ist.

normaler Lüftungsbetrieb:
Die Umluftklappe ist geschlosen.
Die Zuluftrate wird vom Lüftungsgerät bestimmt.

mit Umluftbeimischung:
Die Zuschaltung des Umluftbetriebs führt nicht zu einem
Ungleichgewicht im Lüftungssystem:
Die am Lüftungsgerät eingestellte Abluftrate und Frischluftrate bleibt unverändert (z.B. jeweils 170 m³/h).
Wird der Entfeuchtungs- oder Kühlbetrieb aktiviert, öffnet die
Umluftklappe und der Umluftventilator fördert zusätzliches Hausinternes Luftvolumen, z.B. 130 m³/h. Dieses Umluftvolumen wird aus zentralen Bereichen (z.B. Treppenhaus, Wohnzimmer) angesaugt und der Zuluft beigemischt. Über die Zuluftauslässe ergibt sich dadurch ein erhöhter Gesamtvolumenstrom:
Beispiel:
170 m³/h Frischluft vom Lüftungsgerät
+ 130 m³/h Umluft vom Vorraum
= 300 m³/h Zuluft.

Optimierung für höchste Effizienz:
Während Entfeuchtungsphasen kann ein Ausgang des HRDS-Geräts genutzt werden, um das Lüftungsgerät so anzusteuern, dass dessen Luftdurchsatzrate reduziert wird.
Für diesen Betriebszustand kann der Umluftventilator auf eine höhere Drehzahl eingestellt werden, sodass sich der Umluftanteil erhöht.
Beispiel:
80 m³/h Frischluft vom Lüftungsgerät
+ 220 m³/h Umluft vom Vorraum
= 300 m³/h Zuluft.
Hinweis:
Die Zuluft-Rohrdimensionierung muss auf den erhöhten Volumenstrom ausgelegt sein. Andernfalls können unerwünschte Strömungsgeräusche auftreten.
Anschluss-Schema: "nur Zuluft"
(DWF und HRDS Version "ohne Umluft")


Diese Geräte-Variante wird ausschließlich in die Zuluft-Leitung eingebunden, ohne eine zusätzliche Umluftansaugung. Der Verzicht auf den Umluftanschluss vereinfacht die Installation und reduziert den Planungsaufwand. Da ausschließlich Außenluft aufbereitet wird, verringert sich jedoch die energetische Effizienz, insbesondere bei höheren Luftvolumenströmen.
Verrohrungs-Beispiel "nur Zuluft"

Einstellung des Luftdurchsatzes bei DWF oder HRDS+ Version "nur Zuluft"
Bei Geräten ohne Umluftfunktion („nur Zuluft“) ist grundsätzlich keine besondere Anpassung der Luftwechselrate für den
Entfeuchtungsbetrieb erforderlich.
Ein erhöhter Luftdurchsatz steigert zwar die Entfeuchtungsleistung, erhöht jedoch gleichzeitig auch den Außenlufteintrag. Bei schwül-feuchter
Witterung führt dies zu einem zusätzlichen Feuchteeintrag ins Haus, was wiederum eine höhere Entfeuchtungsleistung erforderlich macht.
Es ist daher empfehlenswert, einen ausgewogenen Betriebspunkt zu wählen, als Balance zwischen erhöhtem Luftdurchsatz (für mehr
Entfeuchtungsleistung) und einem begrenzten Außenlufteintrag (zur Vermeidung von zusätzlicher Feuchte).
Alternativ können Entfeuchtungs-Phasen mit erhöhtem Luftdurchsatz gezielt auf Zeiträume gelegt werden, in denen die Außenluftfeuchte
geringer ist. Auf diese Weise lässt sich ein optimierter Betrieb erzielen.

